Michael Feil Architekten
 

KINDERGARTEN KEILBERG

 

Der ursprünglich zweigruppige Kindergarten im Regensburger Stadtteil Keilberg wurde 1960 errichtet und 1994 mit einem Anbau um einen dritten Gruppenraum und einen Mehrzweckraum erweitert.
Durch die Hanglage sind im Untergeschoss zusätzlich ein einseitig belichteter Pfarrsaal sowie ein Gruppenraum mit Küche, Abstellraum und WC-Anlagen eingebaut, im Obergeschoß sind die ursprünglich als Schwesternwohnungen genutzten Räume als Hausmeisterwohnung umgebaut.
Ziel der Maßnahme war eine Modernisierung bzw. der Umbau des Kindergartens. Defizite bestanden hinsichtlich Brandschutz und den sanitären Einrichtungen.
Durch die Reduzierung des Bedarfs auf nur noch zwei Gruppen konnte der Grundriss neu strukturiert werden und bisher fehlende Räume wie ein Personalraum und Intensivräume nachgewiesen werden.
Mit dem Umbau konnten sowohl konstruktive und energetische Verbesserungen erzielt wie auch, neben der gesamten Erneuerung der technischen Einbauten, eine einheitliche Gestaltung des sehr heterogenen Bestands umgesetzt werden.
Das Farb- und Materialkonzept beschränkt sich im Wesentlichen auf die Idee, durch ein beidseits kräftig farbig gestaltetes Wandmöbel, das die gesamte Gebäudelänge einnimmt und Garderoben, Zugänge zu den Gruppenräumen, Schränke und Spielmöbel integriert, ein starkes „Rückgrat“ auszubilden. Dieses Möbel schafft es, die vielfältigen Anforderungen der Nutzung in ein einheitliches Gestaltungsprinzip zu integrieren. Die übrigen Räume und Ausstattungselemente nehmen sich bewusst zurück und wurden durchgängig in weißen Oberflächen ausgebildet.
Sie bilden den Hintergrund für die Aneignung der Räume durch die Kinder.
Die Modernisierung der Kindergartenräume bildet den ersten Bauabschnitt. In den nächsten Jahren sollen schrittweise die pfarrlichen Räume im Untergeschoss und die Wohnung im Obergeschoss instandgesetzt werden.
 
 

MITTAGSBETREUUNG KINDERGARTEN SCHWABELWEIS

 

Der bestehende 3-gruppige Kindergarten im Regensburger Stadtteil Schwabelweis sollte in Räume für die Mittagsbetreuung im Bestand des alten, in den 1950er Jahren errichteten und nur noch für Lagerzwecke genutzten Räume erweitert werden.

Durch ein durchgängiges Farb- und Gestaltungskonzept werden die Räume, alle verschieden in Größe, Ausstattung, Belichtung und Funktion, zusammengebunden.

Die Kindertagesstätte wird über eine Aneinanderreihung von einzelnen Räumen intern erschlossen, verschiedene Höhenniveaus über Sitzstufen und Treppen überwunden und bestehende Ausstattungselemente aus der ursprünglichen Erbauungszeit um neue Einbauten ergänzt.

Große Fenstertüren verbinden den grünen Freibereich mit den Gemeinschaftsräumen. Die Farbabstufungen von Fußboden, farblich abgesetzter Sockelzone und hellgrünen Wandflächen korrespondieren mit der Präsenz der umgebenden Natur und schaffen mit einfachen Mitteln identitätsstiftende Räume als Ergänzung und zusätzliches Raumangebot.