Michael Feil Architekten
Maßnahme Umgestaltung und Renovierung Neugestaltung liturgische Orte
Standort St. Katharinenspitalkirche
93059 Regensburg
Bauherr St. Katharinenspitalstiftung
Planung 2016 - 2018
Ausführung 03/2018 - 04/2019
Bruttogrundfläche 285 m²
Bruttorauminhalt 3.125 m³
Gesamtkosten
Leistungsphasen HOAI, Lph. 1-9
Fotos Altrofoto, Uwe Moosburger, Regensburg Bestandsfotos: Michael Feil Architekten BDA, Regensburg Grafik: Michael Feil Architekten BDA, Regensburg

SPITALKIRCHE ST. KATHARINA

 
Der Ursprung der Katharinenspitalkirche bildet der um 1220/30 als Mausoleum von Heinrich Zant errichtete sechseckige Zentralbau mit Rippengewölbe. Über Jahrhunderte veraäderte sich der Kirchenbau. Angebaut wurden Langhaus, Chor, Josephskapelle und Sakristei. Im 20. Jahrhundert wurde die einheitliche Gestaltung von Raumschale und Ausstattung aus den Jahren 1858/60 bzw. 1885 grundlegend verändert. Der Innenraum war bis zur aktuellen Neugestaltung wesentlich durch die Maßnahme der 1960er und 70er Jahre geprägt. Ziel der aktuellen Maßnahme ist es, ein schlüssiges und einheitliches Instandsetzungs- und Gestaltungskonzept umzusetzen, das sowohl der großen kunsthistorischen Bedeutung des Kirchenbaus wie auch den Anforderungen einer zeitgemäßen Liturgie Rechnung trägt. Die augenfälligste Veränderung des Innenraums ist die Wiederherstellung der Steinsichtigkeit der Architekturgliederungen. Weitere Schwerpunkte sind die Neugestaltung der liturgischen Orte, eine Neugestaltung des Gestühls, die Erneuerung des Bodenbelags und eine Restaurierung und Neupositionierung des historischen Ausstattungsbestands. Die nur noch teilweise erhaltenen Terrazzoplatten wurden durch neue Kalksteinplatten mit Fußbodenheizung ersetzt. Zusammen mit dem neuen Gestühl ist eine barrierefreie Nutzung der Kirche für die Altenheimbewohner möglich. Ergänzend dazu erhielt die Sakristei eine neue Ausstattung, für den gesamten Kirchenraum wurde ein neues, sehr zurückhaltendes Beleuchtungskonzept entwickelt.  Eine Instandsetzung, die eine zeitgemäße Haltung, einen Spagat zwischen Bewahren, Reparieren, Ergänzen und Verändern sucht; die mit modernen Verfahren und handwerklichen Methoden einfache, zurückhaltende und eigenständige Lösungen entwickelt, die den historischen Bestand respektieren und differenziert daran anknüpfen; die eine Stimmigkeit zwischen historischen und neuen Elementen, Materialien und Oberflächen sucht. Ein behutsames Einfügen. Ein bewusstes Ergänzen.