Michael Feil Architekten

Maßnahme Neubau eines Gemeindehauses
Standort Bruckdorfer Straße 3
93161 Sinzing
Bauherr Kirchengem. St. Markus Regensburg
Planung 10/2013 - 04/2017
Bruttogrundfläche 226,00 m²
Bruttorauminhalt 1.353,00 m³
Kosten 739.000,00 € (KG 300-600)
Leistungsphasen HOAI, Lph. 1-4
Fotos/Visualisierung Michael Feil, Regensburg

EVANGELISCHES GEMEINDEHAUS SINZING

Auf dem knapp 1.500 Quadratmeter großen Grundstück sollte ein neues Gemeindehaus errichtet werden. Das in Nord-Süd-Richtung ausgerichtete Grundstück wird geprägt von alten Baumbestand im südlichen Bereich, dessen schmalen und langen Zuschnitt und der Hangkante im Norden zur Bruckdorfer Straße. Die benachbarte Bebauung ist zum großen Teil Wohnbebauung in entsprechender Heterogenität.

Der Baukörper wird auf dem Grundstück parallel zu den Grundstücksgrenzen an die nordseitige Baulinie als rechteckiger Baukörper positioniert. Damit nimmt er zur Straße die Gebäudeflucht der Nachbarbebauung und des abgebrochenen Vorgängerbaus wieder auf.

Mit einer markanten asymmetrischen Walmdachform mit einem Schwerpunkt zum Ortszentrum von Sinzing, versucht der Entwurf sowohl den öffentlichen Charakter als Gemeindehaus, als auch der Forderung der Gemeinde nach einem annähernd ähnlichen Bauvolumen des Vorgängerbaus Rechnung zu tragen.

Die Organisation des Grundrisses ist einfach und klar. Gemeindesaal, Gruppenraum und Besprechungszimmer sind als eine Raumzone nach Westen, die Teeküche und die Nebenräume als weitere Raumschicht nach Osten angeordnet. Dazwischen erstreckt sich ein breiter Flur in Nord-Süd-Richtung.

Mit dem einprägsamen Hochpunkt an der Nordwestecke und den beiden Einschnitten des Baukörpers zur Straße und zum Garten hin wird eine Fassadengestaltung vorgeschlagen, die eine große Öffnung zum Ort hin anstrebt. Die Dachform und die gesamte Höhe des Baukörpers wird nur im Gemeindesaal voll erlebbar. Alle übrigen Räume wie auch der Flur haben eine flache Decke.

Die Kirchengemeinde favorisierte für den Neubau des Gemeindehauses von Beginn an einen nachhaltigen, zukunftsorientierten ökologischen Ansatz, aus dem heraus die Konstruktion und die technische Ausstattung des Gebäudes entwickelt werden sollte.

Es wird vorgeschlagen, den Baukörper als gedämmte Massivholzkonstruktion zu errichten. Die unverkleidet bleibenden, weiß lasierten Holzoberflächen würden dabei alle Innenräume prägen.

Die verwendete Systematik stellt mit seiner Begrenzung auf wenige Grundbausteine und Baustoffe eine durchgängige Klarheit der Konstruktion her, die sich auf den gesamten Baukörper erstreckt. Das Materialkonzept beruht auf der Beschränkung auf möglichst natürliche, emissionsfreie bzw. emissionsarme Baustoffe.